Wohin kommt die Zentrale?
Kahlschlag bei der Commerzbank? Die Italiener wollen 7000 Stellen streichen! CEO Bettina Orlopp hält mit Strategieupdate 2030 dagegen!
Commerzbank (CBK) – ISIN DE000CBK1001
Rückblick: Übernahmegerüchte treiben in der jüngeren Vergangenheit die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie. Im Halbjahresrückblick liegt das Kursplus bei rund 15 Prozent. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, hatte zwischenzeitlich gefordert, dass der Hauptsitz des Instituts nach einem Zusammenschluss in Deutschland liegen. Womöglich zeigt dies, dass in höheren politischen Sphären Gespräche laufen. Charttechnisch sehen wir einen sauberen Rücksetzer, der bei 34.50 EUR auf eine Unterstützung trifft.
Commerzbank-Aktie: Chart vom 22.04.2026, Kürzel: CBK Kurs: 34.74 EUR, Tageschart Quelle: TWS
Mögliches bullisches Szenario
Ideal wären Einstiegsmöglichkeiten knapp oberhalb der Unterstützungslinie. Als Kursziel haben wir das Pivot-Hoch vom 20. April im Visier.
Mögliches bärisches Szenario
Falls die Übernahme doch floppt, wäre die Kursphantasie dahin und das Wertpapier könnte zunächst einmal in der Versenkung verschwinden. Unterhalb der Kurslücke vom 13. auf 14. April könnte man den Stop Loss platzieren.
Meinung:
UniCredit hat bietet freiwillig 0.485 eigene Aktien je Commerzbank-Aktie und umgeht damit zunächst die Pflicht zu einem formellen Übernahmeangebot ab 30 Prozent Beteiligung (aktuell 26 Prozent), wobei die Offerte zum Zeitpunkt der Bekanntgabe lediglich einer Prämie von rund 4.0 Prozent entsprach, die sich inzwischen durch die unterschiedliche Kursentwicklung weiter verringert hat, auch wenn die Dividende von 1.72 EUR je UniCredit-Aktie rechnerisch zur Rendite beiträgt, parallel legt UniCredit-Chef Andrea Orcel ein Szenario vor, in dem die Commerzbank bis 2028 rund 900 Millionen EUR mehr Gewinn erzielen soll als aktuell geplant, hauptsächlich durch Kostensenkungen, und ein anschließender Zusammenschluss mit der Hypovereinsbank die gemeinsamen Kosten beider Institute bis 2030 auf unter 6 Milliarden EUR drücken könnte, verglichen mit derzeit über 8 Milliarden EUR. Dafür sollen 7000 Stellen wegfallen. Ein Strategiepapier der Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp, das auf eine Eigenständigkeit des Frankfurter Bankhauses setzt, sieht hingegen nur den Abbau 3900 Mitarbeitern vor. Vieles spricht dafür, dass Andrea Orcel die Bullen noch einmal mit einem verbesserten Angebot lockt und der Deal bald in trocken Tüchern ist.
Quellennachweise, Mögliche Interessenskonflikte, Meinung und sonstige Daten
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In diesem Zusammenhang weisen wir auf folgendes hin:
Es liegt ein Interessenskonflikt vor, weil eine eng mit dem Autor verbundene Person Positionen in CBK hält.
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